Augenkrankheiten

Verschiedene Augenkrankheiten, wie z. B. Katarakte, Iriskolobom, CEA (Collie Eye Anomalie), Retina Dysplasie, PRA (Progressive Retina Atropie) u.a., können bei Australian Shepherds auftreten. Daher müssen die Augen aller Zuchttiere untersucht und von diesen Krankheiten frei sein. Die Welpen können in einem Zeitfenster von der 6.Woche bis zur 8.Woche bei einem speziellen Tierarzt, der die Ausbildung und die Geräte zu dieser Untersuchung hat, durchgeführt werden. Diese Untersuchung ist sehr wichtig und nur so können diese Krankheiten ausgeschlossen werden.

Wer möchte einen Aussie, der nach zwei Jahren beginnt zu erblinden? Ich finde es schlimm, diesen Satz schreiben zu müssen! Ich möchte eigentlich nur aufrütteln: KAUFEN SIE NICHT IRGENDWO, achten Sie auf diese Untersuchungen bei Ihren Welpen! Es kann auch kein normaler Tierarzt diese Untersuchung durchführen. Diese Aussage ist falsch!

Seit neusten bietet Laboklin einen Gentest an. Ein DNA Test ermöglicht den direkten Nachweis der verantwortlichen Mutation. Die DNA-Analyse ist unabhängig vom Alter des Tieres möglich und kann bereits bei Welpen durchgeführt werden. Es ist nicht nur eine Unterscheidung von betroffenen und mutationsfreien Tieren möglich, mit Hilfe des Gentests können auch klinisch unauffällige Träger identifiziert werden, was für die Zucht von großer Bedeutung ist.

Alle unsere Hunde haben diesen Gentest und sind frei von PRA. (Genotyp: N/N)

Genotyp: N/N Bei diesem Ergebnis ist der untersuchte Hund reinerbig (homeozygot) für das normale Gen. Dieser Hund trägt nicht die prcd-PRA-Mutation, die als ursächlich für diese Form der PRA beschrieben wurde. Es besteht kein Risiko, dass der Hund an dieser Form der prcd-PRA erkrankt. Der untersuchte Hund kann mit jedem beliebigen Hund verpaart werden, da hierbei kein Risiko für Nachkommen besteht.

Genotyp: N/CEA Bei diesem Ergebnis trägt der Hund eine Kopie des mutierten Gens. Er selbst ist nicht an CEA erkrankt, kann die Mutation aber mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% an seine Nachkommen weitergeben. Ein solcher Hund sollte nur mit einem CEA mutationsfreien Hund (Genotyp: N/N) verpaart werden.

Genotyp: CEA/CEA Dieser Hund trägt zwei Kopien des mutierten Gens und hat ein extrem hohes Risiko an CEA zu erkranken. Er wird die Mutation zu 100% an seine Nachkommen weitergeben. Mit diesem Hund darf nicht gezüchtet werden.